Manchmal nimmt das Glück Umwege. Über Phasen, in denen es scheinbar gar nicht in die Richtung geht, in die man ursprünglich wollte. Und dann, plötzlich, verdoppelt sich das Gute… Die Geschichte von Ebru und Thomas Maier ist so eine. Und ich bin sehr glücklich und freue mich mit den beiden, dass jetzt das Wirklichkeit geworden ist, wovon sie träumten und Ebru Ende Oktober zwei gesunde Jungs zur Welt gebracht hat. Noch im Frühjahr 2014sah alles ganz anders aus. Die beiden wünschten sich ein Kind und es wollte nicht so recht klappen. Thomas fragte mich, ob ich ein Bild malen könne, als Symbol für das Kind… Damit begann eine Geschichte, die die beiden vielleicht einmal selbst erzählen mögen, eine Geschichte, die sehr wahrscheinlich vielen Paaren mit Kinderwunsch Mut macht

Anfang Oktober erfahre ich von Thomas, dass Ebru bald Zwillinge zur Welt bringen wird und wir telefonieren daraufhin. Sie möchten den beiden Jungs zur Geburt jeweils ein Bild schenken, das durch die Namen geprägt ist. Solche Bilder habe ich noch nie gemacht und es ist sofort klar für mich: das mache ich! Ich weiß: es sind Bilder, die miteinander verbunden sind und gleichzeitig eigenständig existieren – wie eben Zwillinge.

Von den Bildern, die ich intuitiv für andere Menschen male, weiß ich, dass sie dadurch gelingen, dass ich mich beim Malen vollkommen auf die Menschen und ihr Visionsthema konzentriere. Aber wie ist das bei Bildern für Menschen, die noch gar nicht geboren sind? Und da war von Anfang an dieses Gefühl, ich wüsste genau, wer sie sind. Aus dem Gefühl flossen die Farben und schließlich zwei Bilder.

Da ist dieser Tag, an dem es mich drängt, die Bilder fertig zu malen. Es ist meistens so: irgendwann bin ich ungeduldig und will sehen, wie ein Bild wird. Genauso bei diesen beiden. Am Abend, als ich tatsächlich das Gefühl habe, dass alles gut ist, trete ich auf den Balkon, um durchzuatmen. Es ist ein gewöhnlicher Abend, und doch ist etwas anders: Ich blicke nach Osten über die Dächer der Stadt auf einen golden schimmernden Mond. Groß, voll, rund. Okay. Zufall, wahrscheinlich, denke ich mir und schicke Thomas eine kurze Nachricht, dass die Bilder fertig sind und frage ihn, wie es ihnen gehe.

Ich bekomme keine Antwort, den ganzen Abend nicht. Schließlich, vor dem Schlafengehen, gehe ich nochmal hinaus auf den Balkon. Der große, goldene Mond ist verschwunden. Oder? Dann sehe ich ihn direkt vor mir wieder, allerdings versteckt hinter einer Wolke: weiß. Strahlend…

Am nächsten Morgen bekomme ich die Nachricht von Thomas und ein Foto von den beiden Jungs… Und ich bekomme auch jetzt wieder beim Schreiben eine Gänsehaut…

Herzlichen Dank, dass alles so gelaufen ist, wie es gelaufen ist. Und ich wünsche Ebru, Thomas, Lukas Akay und Felix Altay viel Glück, Liebe und Gesundheit in diesem aufregenden und reichen Leben!

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Jörg Lehmann

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Ich male die Träume der Menschen und baue ihnen dadurch eine schöne Brücke, sie auch zu leben.